Mit den eigenen Händen gemachte Gerechtigkeit

Ein Ehemann betrügt seine Frau, die treu und hingebungsvoll ist und umgekehrt.

Eltern werden von den eigenen Kindern verlassen.

Jahre voller Arbeit ohne etwas zu erobern.

Minderjährige werden missbraucht und Senioren misshandelt.

Wehrlose Menschen werden zu Opfern von grausamen Menschen.

Ist das alles gerecht?

Wer hat sich nicht schon mal gewünscht, angesichts solcher oder sogar schlimmeren Situationen, mit den eigenen Händen Gerechtigkeit zu schaffen?

Die Gerechtigkeit wird aber nicht durch Wut, Hass oder körperliche Gewalt gemacht, sondern durch die Reinheit unserer Hände!

„Der HERR hat mir vergolten nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Hände hat er mich belohnt… Darum vergalt mir der HERR nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Hände vor seinen Augen.“ Psalm 18.21-25

Diejenigen, die wegen Ungerechtigkeiten leiden, sollen sich keine Sorgen um dessen Größe machen. Sie sollen wissen, ob es in ihnen selbst Gerechtigkeit gibt.

Das heißt, wissen, ob ihre Hände rein sind!

Der Gerechte bleibt trotz der Ungerechtigkeiten gerecht.

Er ist dazu fähig, in einer völlig verschmutzten Welt rein zu wandeln.

Sein Leben ist ein offenes Buch.

Alles, was sich in seinem Kopf und in seinem Herzen befindet könnte auf einer Kinoleinwand abgespielt werden, damit es die Welt sehen kann. Er hat nichts zu verbergen (Psalm 26.2).

Aus diesem Grund kann der Gerechte angesichts der vielen Ungerechtigkeiten seine Hände vorzeigen, die seine Gedanken, Gefühle und Taten repräsentieren und somit verlangen, dass die Gerechtigkeit wegen ihnen gemacht wird!

Die reinen Hände geben Gerechtigkeitsopfer dar.

Nur so ist es möglich Gerechtigkeit mit den eigenen Händen zu schaffen!

Zusammenfassung: Bischof Djalma Bezerra