Wehe den Hirten…

„Wehe den Hirten, welche die Schafe meiner Weide verderben und zerstreuen!, spricht der HERR.“ Jeremia 23.1

„Denn das Land ist voll von Ehebrechern; denn das Land trauert wegen des Fluches, die Auen der Steppe sind verdorrt; ihr Treiben ist böse, und sie missbrauchen ihre Macht. Denn sowohl der Prophet als auch der Priester sind ruchlos; sogar in meinem Haus habe ich ihre Bosheit gefunden!, spricht der HERR.“ Jeremia 23.10-11

In diesen Versen und im gesamten Kapitel 23 zeigte Jeremia, dass der Fluch, in dem sie lebten das Ergebnis der Sünde und eines Lebens war, das dem Wort Gottes widersprach.

Was während des gesamten Kapitels unsere Aufmerksamkeit erregt ist der Zorn Gottes. Gott erzürnte sich gegen die falschen Hirten, gegen diejenigen, die sich verderben ließen, die deren Ehefrauen und Familien betrogen haben, gegen diejenigen, die das Wort Gottes verdrehten, indem sie dieses transformierten, so dass es deren eigenen Interessen entsprechen könnte…

Die Pastoren und Priester, die in Heiligkeit und in der Disziplin des Gesetzes Gottes leben müssten, ließen sich verunreinigen, das heißt, der geistliche Untergang traf diejenigen, die eigentlich die Träger der treuen Botschaften Gottes sein sollten und für die Qualität des Glaubens arbeiten sollten.

Sie führten die Menschen durch Lügen zu falschen Wegen, sie zerstörten die Menschen geistlich und zerstreuten diese aus dem Weg der Richtigkeit.

„aber bei den Propheten von Jerusalem habe ich Schauderhaftes wahrgenommen, nämlich Ehebruch und in der Lüge leben; sie stärken die Hände der Bösen, sodass niemand mehr von seiner Bosheit umkehrt; sie sind mir alle wie Sodomiter geworden und ihre Einwohner wie die von Gomorra.“ Jeremia 23.14

Heute wächst die Anzahl an evangelischen Menschen in verschiedenen Ländern exponentiell.

Vor 50 Jahren, in Brasilien, repräsentierten die Evangelischen ca. 2 bis 3% der Bevölkerung. Heute geht das schon über 30% hinaus und man glaubt, dass Brasilien in wenigen Jahren zu einem Land mit evangelischer Mehrheit wird.

Einerseits freuen wir uns darüber, andererseits besorgt uns das auch sofort.

Was bringt es groß in den Statistiken zu sein, wenn man in der Gemeinschaft mit Gott klein ist?

Wir müssen arbeiten, um die Quantität in Qualität zu transformieren und dies ist nur durch die Neugeburt und durch die Taufe mit dem Heiligen Geist möglich.