Es ist unmöglich, den Heiligen Geist zu empfangen, ohne dies zu praktizieren

Gleich zu Beginn des Vaterunsers lehrt uns Jesus zu beten: „Dein Reich komme; dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.“ (Matthäus 6,10 – Schlachter 2000). Damit zeigt Er uns, dass wir den Willen Gottes über unser eigenes Wollen stellen müssen, damit der Heilige Geist uns zur Errettung führen und uns befähigen kann, täglich gegen unsere eigene Natur zu kämpfen.

Damit der Mensch die Möglichkeit hätte, seine Seele zu retten, musste der Herr Jesus die Seine opfern. Darüber nachgedacht: Glaubst du wirklich, dass man das Heil erreichen kann, wenn man einfach tut, was man will? Natürlich nicht. Bei Gott gibt es keinen Mittelweg: Es ist Ja oder Nein.

Wenn deine Träume und Wünsche nicht mit dem Willen des Höchsten übereinstimmen, werden sie scheitern. Deshalb warnt der Apostel Paulus in 2. Korinther 6,14–16:

„Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu tun? Oder wie kann Licht Gemeinschaft haben mit der Finsternis? Wie stimmt Christus mit Belial überein? Oder welchen Anteil hat der Gläubige mit dem Ungläubigen? Und was hat der Tempel Gottes gemein mit den Götzenbildern?“ (Schlachter 2000).

Das bedeutet: Die Gottesfurcht ist es, die das Unkraut vom Weizen trennt.

Wenn du Ihm gehören und Seinen Geist empfangen willst, musst du den Herrn Jesus zu deinem einzigen Herrn machen. Das heißt, deine Gedanken und deinen Willen Seinem Willen zu unterstellen und nicht dem eigenen. Nur so wird jemand ein Kind Gottes:

„Denn ihr seid der Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: ‚Ich will unter ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. Darum geht hinaus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt nichts Unreines an; und ich will euch aufnehmen. Und ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige.‘“

(2. Korinther 6,16–18 – Schlachter 2000)

Das ist das Recht all derer, die an das Wort Gottes glauben, es ehren und Seine Gebote praktizieren so wie Abraham es tat. Er wurde geehrt, aber zuvor musste er sein Land, seine Verwandtschaft und das Haus seines Vaters verlassen.

Hast du Sehnsucht danach, den Heiligen Geist zu empfangen? Um von Ihm erfüllt zu werden, musst du dich zuerst von dir selbst entleeren.

Bischof  Edir Macedo