Ist Reden NOCH DIE LÖSUNG?

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Laut eins alten afrikanischen Sprichworts: „Benötigt man ein Dorf, um ein Kind zu erziehen“. Heutzutage scheint das nicht mehr genug zu sein…

Mit der ungebremsten Zunahme an technologische Reize steigen auch die Herausforderungen für die Eltern. Dafür zu sorgen, dass Ihre Kinder glücklich sind und gleichzeitig die Grundwerte beibehalten werden, ist eine Aufgabe ohne Pause und mit einigen Frustrationen. Aber es ist nicht unmöglich. Schlechte Noten in der Schule, Unordnung, schlechte Gesellschaft, Exzesse, Respektlosigkeit oder fehlende Initiative in Bezug auf die Zukunft… Es gibt viele Probleme, mit denen Eltern schon immer konfrontiert wurden, wenn es um ihre Kinder, insbesondere Jugendliche, ging. Jetzt kommen die Herausforderungen des digitalen Zeitalters hinzu.

PARALLEL

Das Internet, soziale Netzwerke und die neuen Technologien, die heute die Welt prägen, versetzen Kinder in eine Art Paralleluniversum, in dem sie die meiste Zeit leben, ohne ihre Umgebung wahrzunehmen und isoliert vom direkten Kontakt mit anderen. Jegliches Familienprogramm, Hausarbeiten oder Schulpflichten werden durch Spielen, Filmen, Serien oder stundenlangen Videos von Youtubern und Influencer den Bezugsgrößen der letzten beiden Generationen ersetzt.

DILEMMA

In diesem Kontext kann Bildung die Vermittlung von Werten, die Förderung von Verantwortung und Humanisierung zu einer eher frustrierenden Erfahrung werden. Erziehung impliziert schwierige Entscheidungen, Strafen oder Zurechtweisungen, die in den Augen eines Jugendlichen oft ungerecht und fast immer unverständlich erscheinen. Hier beginnt das Dilemma der Eltern, die zwischen der Befriedigung der unmittelbaren Wünsche ihrer Kinder (Vermeidung von Auseinandersetzungen) und der Auferlegung von Grenzen für ihr Verhalten oder altersgemäßen Ablenkungen ringen. Die letzte Option ist bei weitem die mühsamste.

GENERATIONEN

Um Harmonie und Zuneigung zu bewahren, ist es laut Experten das Wichtigste, einen offenen Kommunikationskanal mit den Kindern zu pflegen. Aber in einer schnelllebigen Zeit, in der es keine Zeit für alles gibt – Eltern arbeiten länger und Kinder sind ständig im Robotermodus, an irgendeinem Gerät befestigt, das ihre Aufmerksamkeit halten soll – ist es schwieriger, einen Dialogkanal zu etablieren, als es scheint. Viele Eltern sprechen nicht mit ihren Kindern und behaupten, sie würden sie nicht verstehen, und die Kinder sagen, ihre Eltern seien altmodisch, aus einer anderen Generation, starr… Diese Gedanken und Einstellungen führen zu immer größerer Entfremdung, selbst wenn sie im gleichen Haus leben und jeden Tag den gleichen Tisch teilen.

Lernen Sie, wie Sie die Frustration vermeiden können

Die Wahrheit ist, dass Eltern oft das Gefühl haben, dass ihren Erwartungen, Bemühungen und Investitionen in ihre Kinder mit Gleichgültigkeit und Undankbarkeit begegnet wird, was zu Gefühlen von Frustration und Verzweiflung führt. Aber es gibt Möglichkeiten, diese Emotionen zu überwinden und Brücken zu bauen, um sich wieder mit den Kindern zu verbinden. Beziehen Sie sie zum Beispiel in die zu treffenden Entscheidungen ein. Legen Sie Regeln und Zeiten für die Nutzung elektronischer Geräte fest (aber erklären Sie immer, warum). Kritisieren Sie weniger, kein Zweifel, dass Korrigieren wichtig ist, aber es gibt Momente, in denen Taten mehr korrigieren als Worte, umarmen, lächeln... hören Sie Ihren Kindern mehr zu, vergleichen Sie Ihre Kinder unter keinen Umständen mit anderen. Nehmen Sie an ihrem Leben teil, versuchen Sie, ihren Vorlieben zu folgen, unternehmen Sie Aktivitäten mit ihnen, zeigen Sie, dass sie Ihnen vertrauen können.

NARRENSICHERE 'WAFFE

Seien Sie vor allem eine Mutter/ein Vater mit Charakter, Prinzipien und Furcht, denn Sie bilden eine Bezugsbasis für Ihre Kinder. Und auch wenn sich die Situation scheinbar nicht ändert, dass Ihre Kinder darauf bestehen, das Falsche zu tun, verzweifeln Sie nicht, geben Sie nicht auf, benutzen Sie eine Waffe, die wir alle haben, den GLAUBEN, denn er gibt uns Kraft, weiter zu vertrauen und zu kämpfen. Wir wissen, dass es eine große Herausforderung ist, aber es ist nicht unmöglich, sie zu bewältigen.
„Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.“ (Hebräer 11:1)