Mit der zunehmenden Alterung der deutschen Bevölkerung wächst auch die Zahl der älteren Menschen, die allein leben und mit sozialer Isolation sowie größerer Verwundbarkeit konfrontiert sind.

Nach aktuellen Daten leben rund 20,6 % der Bevölkerung in Deutschland allein, was etwa 17 Millionen Menschen entspricht. Unter den über 65-Jährigen lebt etwa ein Drittel in Einpersonenhaushalten, und bei den über 85-Jährigen liegt dieser Anteil bei über der Hälfte. Diese Entwicklung ist eine Folge der steigenden Lebenserwartung, der sinkenden Geburtenrate und veränderter Familienstrukturen.

Die Demografische Alterung übt zusätzlichen Druck auf das soziale Sicherungssystem aus und unterstreicht die Notwendigkeit besonderer Aufmerksamkeit für das Wohlbefinden, die Sicherheit und die soziale Integration älterer Menschen.

Sicherheit und Prävention für ältere Menschen

In Deutschland gibt es zahlreiche Initiativen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene.

Die Landespolizeien entwickeln spezielle Programme zur Kriminalprävention für ältere Menschen, insbesondere gegen Betrug, Telefontricks und andere Formen des Trickbetrugs. Aufklärungskampagnen, Vorträge in Gemeinde- und Seniorenzentren sowie Informationsmaterialien sind Teil dieser Maßnahmen.

Darüber hinaus beobachtet die Bundesregierung das Thema Einsamkeit durch Studien wie den „Loneliness Barometer“, der die Auswirkungen sozialer Isolation auf die psychische Gesundheit untersucht, insbesondere bei älteren Erwachsenen.

Diese Initiativen zielen darauf ab, das Unsicherheitsgefühl zu verringern, Straftaten zu verhindern und die Selbstständigkeit sowie das Wohlbefinden älterer Menschen zu stärken und so ein sichereres und stärker integriertes Altern in der Gesellschaft zu fördern.

Eine zweite Familie

Dies ist der Geist, der die Mitarbeitenden und Teilnehmenden der Kaleb-Gruppe nicht nur in Deutschland, sondern weltweit verbindet.

Inspiriert von der biblischen Gestalt Kaleb, einem der zwölf Kundschafter Israels, die nach Kanaan gesandt wurden, um das Land auszukundschaften, war er derjenige, der sich von den bevorstehenden Herausforderungen nicht einschüchtern ließ. Kaleb verlor weder seine Jugendlichkeit noch seine Energie und ließ sich auch im Laufe der Jahre nicht entmutigen. Und genau dieser Geist prägt die Seniorengruppe der Universalkirche, die nicht nur soziale, sondern vor allem geistliche Unterstützung bietet.

PROJEKTE

Allen Seniorinnen und Senioren wird die Möglichkeit geboten, an Workshops, Aktivitäten und besonderen Veranstaltungen teilzunehmen. Dabei stehen ihnen jederzeit Unterstützung und Orientierung zur Verfügung:

• KULTUR: Durch Musik (Chor), Tanz, Theater, Spiele, Ausflüge und thematische Feste werden das soziale Miteinander und die (Wieder-)Entdeckung von Talenten gefördert;

• WOHLBEFINDEN: Die Bedeutung körperlicher Aktivität sowie der Gesundheitsvorsorge, Ernährung und Prävention im höheren Lebensalter wird durch Vorträge, Workshops zu gesunden Rezepten, Gymnastik, Beratung und einfache medizinische Maßnahmen (Blutzucker- und Blutdruckmessung) vermittelt;

• BILDUNG: Auf der Grundlage von Workshops können Seniorinnen und Senioren Lesen und Schreiben erlernen, neue Sprachen entdecken, das Internet nutzen und die Welt der Informatik kennenlernen; außerdem können sie sich zum Lesen und Meditieren zusammenfinden;

• KUNSTHANDWERK: Durch Bastel- und Handarbeitsaktivitäten werden Sozialkontakte und der Aufbau emotionaler Bindungen gefördert – durch den Austausch von Fähigkeiten, Lebensgeschichten und Lächeln;

• KALEB INKLUSIV: Rechte im höheren Lebensalter können hier durch Vorträge sowie rechtliche und buchhalterische Beratung kennengelernt werden;

• FÜRBITTE: Geistliche Unterstützung für Menschen in Not — sei es in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder in ihren eigenen Wohnungen — sowie soziale Arbeit mit Obdachlosen und die Spende von Kleidung, Hygienesets, Grundversorgung und Lebensmitteln.

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